Du leidest unter extremer Müdigkeit und schaffst es trotz viel Schlaf nur mit Anstrengung, viel Koffein und süßen Snacks durch den Tag? Erfahre hier die häufigste Ursache für deine Dauermüdigkeit, damit du wieder fit und leistungsfähig sein kannst.

Der Hauptgrund für deine extreme Müdigkeit trotz Schlaf sind deine Hormone

Du quälst dich morgens trotz mindestens 7 Stunden Schlaf aus dem Bett und brauchst erstmal eine große Tasse Kaffee, um annähernd wach zu werden. Eigentlich bist du so erschöpft, dass du dich am liebsten wieder zurück ins Bett legen und dir die Decke über den Kopf ziehen würdest.

Doch du machst dich auf den Weg zur Arbeit. Du hast ja keine Wahl. Es ist noch keine Stunde vergangen, doch du bist nicht richtig anwesend, kannst dich kaum konzentrieren und alles was du tust, fühlt sich unfassbar anstrengend an.

Das einzige was jetzt hilft ist noch mehr Koffein und Zucker, um irgendwie den Tag zu überstehen.

Na, kommt dir dieses Szenario bekannt vor?

Auch wenn es im ersten Augenblick so scheint, als ob deine Dauermüdigkeit keine logische Ursache hat (du schläfst schließlich genug), gibt es einen plausiblen Grund für deine extreme Müdigkeit trotz viel Schlaf.

Deine Hormone!

Hä, wie deine Hormone. Was haben Hormone mit deiner Dauermüdigkeit zu tun?

Einfach alles!

Lies aufmerksam weiter. Dann wirst du nicht nur den Zusammenhang verstehen, sondern auch was du tun kannst, um wieder fit und leistungsfähig zu sein.

Du möchtest herausfinden, ob deine Hormone schuld an deiner extremen Müdigkeit sind?

Dann mach jetzt meinen Selbsttest und finde es heraus.

Cortisol das Powerhormon für mehr Energie, Kraft und Leistungsfähigkeit

Hast du dich schon mal gefragt, wer in deinem Körper darüber bestimmt:

  • Wie wach/fit du bist?
  • Wie viel Energie du hast?
  • Wie leistungsfähig du bist?
  • Wie gut du dich konzentrieren kannst?
  • Wie stark du dich fühlst?

Richtig, es sind deine Hormone. Genauer gesagt das Hormon Cortisol.

Cortisol ist wohl das bekannteste Stresshormon. Es wird in stressigen Situationen von den Nebennieren (Hormondrüsen) ausgeschüttet.  

Evolutionsbedingt diente die Ausschüttung von Cortisol nur einem Ziel: Dem Körper ausreichend Energie bereitzustellen, um das Überleben zu sichern.

„Überleben sichern“ hört sich jetzt sehr dramatisch an. Wann musst du dir heute noch Gedanken um dein Überleben machen? So gut wie nie.

Aber tatsächlich funktioniert dein Körper noch genauso wie damals in der Steinzeit, wo „Überleben“ nicht so selbstverständlich war. Damals hat das Hormon Cortisol den Menschen oftmals das Leben gerettet.

Vielleicht kennst du das berühmte Beispiel mit dem Steinzeitmenschen und dem Säbelzahntiger?

Stell dir Herbert vor. Ein Steinzeitmensch, der vor Millionen von Jahren hier auf der Erde lebte. Herbert musste noch richtig hart dafür arbeiten, dass er überleben konnte. Er ging täglich auf die Jagd, um sich und seine Familie zu ernähren. Nicht selten kam es dabei vor, dass Herbert bei der Jagd einem gefährlichen Säbelzahntiger über den Weg lief.

Alles was er jetzt tun konnte um zu überleben war gegen den Tiger zu kämpfen oder zu fliehen. Egal, ob Herbert nun kämpfen oder fliehen wollte, er brauchte maximale Energie, Fokus und Kraft, um überhaupt eine Chance zu haben. All das verlieh ihm das Hormon Cortisol.

Ein anderes Beispiel für die belastungssteigernde Wirkung von Cortisol: Kennst du die Geschichten von Eltern, die bei einem Autounfall plötzlich Superkräfte bekommen? Sie befreien sich aus dem kaputten Auto und heben es hoch, um ihre Kinder unter den Trümmern zu retten. Kein „normaler Mensch“ hätte die Kraft dafür. Menschen, die eine maximale Cortisolausschüttung haben schon.

Cortisol setzt also Energie frei und wirkt belastungssteigernd, damit du in einer stressigen Situation ausreichend Energie zur Verfügung hast, um diese optimal zu meistern.

Heute stehst du glücklicherweise nicht mehr vor der Herausforderung gegen einen Säbelzahntiger kämpfen zu müssen. Jedoch bist du heute mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert. Herausforderungen, die ebenfalls deine Nebennieren dazu anregen Stresshormone auszuschütten.

Typische Herausforderungen oder Stressoren, wie ich sie gerne nenne, mit denen du tagtäglich konfrontiert wirst sind zum Beispiel:

  • Familie, Karriere und Freizeit unter einen Hut zu bekommen
  • Leistungsdruck von Innen und Außen
  • Lange To-Do-Listen
  • Schlechte Ernährung
  • Perfektionismus

Cortisolmangel als Ursache für extreme Müdigkeit trotz Schlaf

Bis jetzt hört es sich eher so an, als ob die Stresshormone nur positive Wirkungen auf den Körper haben. Sie wirken belastungssteigernd, liefern dir viel Energie und sorgen dafür, dass du fokussiert und leistungsfähig bist.

Wie können jetzt die gleichen Hormone die Ursache für deine Dauermüdigkeit und Energielosigkeit sein?

Das Problem sind nicht die Stresshormone selbst, sondern die Dauerbelastung der Nebennieren bei chronischem Stress.

Wenn die Nebennieren dauerhaft Cortisol ausschütten müssen, da du unter permanenten Stress stehst, erschöpfen sie irgendwann und werden müde (es kommt zu einer Nebennierenschwäche). Erschöpfte oder müde Nebennieren können nur noch sehr wenig Cortisol ausschütten.

Hast du eine Nebennierenschwäche? Finde es mit meinem Selbsttest heraus.

Die Folge:

  • Extreme Müdigkeit trotz viel Schlaf
  • Energielosigkeit
  • Kraftlosigkeit
  • Verringerte Leistungsfähigkeit
  • Konzentrationsbeschwerden
  • Gereiztheit
  • Stimmungsschwankungen

Um die Dauerbelastung der Nebennieren besser nachzuvollziehen, müssen wir uns erstmal genauer anschauen, was Stress überhaupt ist. Die meisten denken bei Stress ausschließlich an zu viel Arbeit, zu wenig Zeit, Druck auf der Arbeit oder nervige Chefs oder Kollegen.

Stress ist aber so viel mehr. Es gibt zahlrieche Stressoren, die du wahrscheinlich nicht als solche wahrnimmst.

Welche Stressoren gibt es?

Körperliche Stressoren:

  • Zu wenig Bewegung
  • Intensiver Sport
  • Schichtarbeit

Mentaler und emotionaler Stress:

  • Perfektionismus
  • Negative Gefühle
  • Selbstzweifel

Ernährungsstress:

  • Mangel an essentiellen Nährstoffen
  • Zu viel Zucker
  • Zu viel Koffein

Verdauungsprobleme:

  • Dysbiose (Ungleichgewicht in der Darmflora)
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Leaky Gut

Umweltgifte:

  • Chemikalien in Kosmetikproduckten
  • Pestizide
  • Elektrosmog

Wenn du dir jetzt mal die Tabelle anschaust und ganz ehrlich zu dir bist, wie viele Stressoren belasten dich tagtäglich?

Wichtiger Hinweis: Dein Körper unterscheidet nicht zwischen realen oder imaginären Stressoren. Wenn du dir also ständig (negative) Gedanken über die Vergangenheit machst oder dich jetzt schon über Zukunft sorgst, bedeutet es Stress. Egal, ob du dir nur vorstellst, wie dein Chef dir am Montag wieder auf die Nerven gehen wird oder ob es tatsächlich gerade passiert.

Jeder dieser Stressoren sorgt dafür, dass die Nebennieren angeregt werden und Cortisol ausgeschüttet wird. Müssen deine Nebennieren jetzt über einen langen Zeitraum ständig Cortisol ausschütten, ermüden sie irgendwann. Man spricht dann von einer Nebennierenschwäche oder Nebennierenfehlfunktion.

Hast du eine Nebennierenschwäche? Finde es mit meinem Selbsttest heraus.

Wenn die Funktion der Nebennieren eingeschränkt ist, wird entweder den ganzen Tag über zu wenig Cortisol ausgeschüttet, oder die Cortisol-Ausschüttung unterliegt abnormalen Schwankungen.

Wird den ganzen Tag zu wenig Cortisol ausgeschüttet, macht sich das unter anderem durch eine extreme Müdigkeit bemerkbar (auch wenn du viel geschlafen hast). Außerdem hast du das Gefühl den ganzen Tag nicht richtig wach zu werden und alles was du tust, fühlt sich anstrengend an.

Es kann aber auch sein, dass deine Cortisol-Ausschüttung schwankt, was sich folgendermaßen zeigt:

  • Du bist morgens müde und erschöpft und am Abend fit und hellwach
  • Du fällst mehrmals am Tag in starke Energielöcher und leidest unter extremer Müdigkeit
  • Nach dem Aufstehen bist du wach, aber ca. 2 Stunden danach bist du so erschöpft, dass du nicht weißt, wie du den Tag überstehen sollst

Fazit: Deine Beschwerden wie extreme Müdigkeit trotz Schlaf, Energielosigkeit, Kraftlosigkeit, Konzentrationsbeschwerden und Stimmungsschwankungen sind das Resultat von einer Dauerbelastung der Nebennieren durch zu viel Stress. Durch die ständige Cortisol-Ausschüttung erschöpfen die Nebenniere und sie sind nicht mehr in der Lage ausreichend Cortisol zu produzieren. Es kommt also zu einer Nebennierenschwäche. Durch den daraus entstehenden Cortisolmangel kann es zusätzlich zu den beschriebenen Symptomen zu Verdauungsproblemen, Libidoverlust, Muskelschmerzen und einer unerklärlichen Gewichtszunahme kommen.

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