Diagnose Nebennierenschwäche. Da gehen einem Tausend Gedanken durch den Kopf.

Warum ich? Warum habe ich eine Nebennierenschwäche bekommen? Was kann ich dagegen tun?

Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich mich gefühlt habe, als ich die Diagnose bekam. Ich habe Monate damit verbracht, mich in das Thema einzulesen und alles darüber zu erfahren.

In diesem Artikel teile ich mit dir die Erkenntnisse meiner Recherche und die Erfahrungen meines eigenen Wegs (wie ich es geschafft habe, meine Nebennierenschwäche umzukehren) sowie der Zusammenarbeit mit meinen Klientinnen.

Endlich wieder mehr Energie, um den Alltag bewältigen zu können

Ich wollte nichts mehr als endlich wieder mehr Energie, um in meinem damaligen Job als Physiotherapeutin wieder leistungsfähiger zu sein. Ich wollte morgens fit aufwachen und mich auf den Tag freuen. Ich wollte mich leichter fühlen und ausgeglichener sein. Und ich wollte endlich wieder zum Sport gehen, ohne mich danach zu fühlen, als hätte ich einen „Kater“.

Als dann die Diagnose Nebennierenschwäche im Raum stand, war ich erstmal verdutzt. Ich hatte einen gesunden Lebensstil, ernährte mich gesund und ging regelmäßig zum Sport. Warum habe ich also eine Nebennierenschwäche bekommen? Heute weiß ich, welche Faktoren dazu geführt haben. Viel wichtiger ist aber, dass ich einen Weg gefunden habe, meine Nebennierenschwäche umzukehren.

Wie es nicht funktioniert

Wer sich mit dem Thema Nebennierenschwäche auseinandersetzt, stößt schnell auf Therapien mit Cortison-Präparaten wie Hydrocortison oder auf andere Mittel wie Nebennierenextrakte. Diese Lösung erscheint im ersten Augenblick total logisch. Es fehlt Cortisol, also muss es von außen zugeführt werden. Fertig.

Ganz so einfach ist es in meinen Augen jedoch nicht. Es gibt schließlich einen Grund dafür, dass die Nebenniere schlapp gemacht hat. Die Ursachen liegen zu 95% in den Lebensgewohnheiten.

Also wie man sich ernährt, wie man sich um die eigenen Bedürfnisse kümmert, wie viel man schläft oder wie zufrieden man im Job ist. Aber auch psychische Faktoren spielen eine Roll, wie:

  • Wie ist der eigene Selbstwert
  • Wie gut kann man grenzen setzen
  • Wie geht man mit den eigenen Emotionen um

Und genau hier sehe ich das Problem, wenn man die Nebennierenschwäche ausschließlich über Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel behandeln möchte.

Solange die Ursachen nicht behoben werden, ist eine dauerhafte Regeneration der Nebenniere nicht möglich.

Die Medikamente bzw. Nahrungsergänzungsmittel und bioidentische Hormone können, wenn man Glück hat, im ersten Schritt etwas Erleichterung bringen (viele spüren keinerlei Verbesserung). Wenn man sie dann aber absetzen möchte und hat nichts an seinem Lebensstil verändert, kommen die Symptome wieder.

Für dauerhaft mehr Energie, innere Ruhe, Gelassenheit und Lebensfreude ist es notwendig die Ursachen der Nebennierenschwäche ganzheitlich zu beheben und einen nebennierenfreundlichen Lebensstil in den Alltag zu integrieren.

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Nebennierenschwäche umkehren – mit diesen 4 Schritten gelingt es dauerhaft

Schritt 1: Die Ernährung

Die Ernährung ist der erste und wichtigste Schritt, wenn man seine Nebennierenschwäche umkehren möchte. Wenn die Ernährung nicht stimmt, dann werden all die anderen Schritte auch nicht erfolgreich sein.

Das ist so, wie wenn man ein Haus baut. Da muss erstmal ein Fundament gegossen werden. Ansonsten wird alles, was darauf gebaut wird, nicht von besonders guter Qualität sein. Genauso ist es bei der Regeneration der Nebennieren. Die richtige Ernährung ist das Fundament.

Darum ist die Ernährung so wichtig:

  • Durch die Nährstoffe kann der Körper Energie herstellen. Je mehr Energie er produziert, desto energiegeladener fühlt man sich und desto mehr Kraft und Motivation hat man, um weitere Schritte umzusetzen
  • Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen erzeugt Stress, der eine Nebennierenschwäche auslösen kann
  • Die Ernährung hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Hormonproduktion. Fehlen hier Nährstoffe kann der Körper nur bedingt Hormone herstellen

Die allgemeingültigen „Ernährungsregeln“, die als gesund gelten, wie Mahlzeiten ausfallen lassen, wenig Kohlenhydrate oder Fette essen, gelten bei Betroffenen einer Nebennierenschwäche nicht.

Hier liegt der Fokus auf 2 wesentlichen Faktoren:

1.       Dem Körper alles zur Verfügung zu stellen, was er benötigt, um einwandfrei zu funktionieren

2.       Den Körper zu entlasten, damit er die Energie in die Regeneration der Nebennieren stecken kann

Wie sollte also die Ernährung aussehen? Hier 3 wichtige Fakten.

Die Ernährung soll dem Körper alle Nährstoffe zur Verfügung stellen, die er braucht.

Wie schon erwähnt, braucht der Körper bestimmte Nährstoffe, um optimal zu funktionieren und gesund zu sein. Hierzu zählen nicht nur Vitamine oder Mineralstoffe, sondern auch Kohlenhydrate, Fette und Proteine.

Die Ernährung soll den Blutzucker stabil halten

Schwankungen des Blutzuckerspiegels sind einer der größten Ursachen für eine Nebennierenschwäche. Fällt der Blutzuckerspiegel ab, muss die Nebenniere Cortisol ausschütten, um ihn wieder anzuheben. Nur mit einem stabilen Blutzucker werden die Nebennieren entlastet und können sich erholen.

Nährstoffe, auf die der Körper sensibel oder allergisch reagiert sollten vermieden werden

Viele leiden unter (unentdeckten) Lebensmittelunverträglichkeiten, die auf lange Sicht eine Nebennierenschwäche begünstigen. Lebensmittel, auf die häufig sensibel reagiert wird, sind Gluten, Milchprodukte und Nüsse.

Schritt 2: Mehr Entspannung in den Alltag integrieren

Jede Art von Stress löst eine Reaktion der Nebennieren aus. Aber welche Stressoren gibt es eigentlich? Hier ein paar Beispiele:

Nebennierenschwäche Ursache

Um die Nebennieren zu entlasten, ist es also wichtig, das Nervensystem herunterzufahren und mehr in die Entspannung zu kommen.

Hierfür gibt es zahlreiche Methoden, wie zum Beispiel:

  • Meditation
  • Breathwork (Atemtechniken)
  • Yin Yoga
  • Waldspaziergang
  • Autogenes Training

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Schritt 3: Den Biorhythmus wiederherstellen

Der Biorhythmus wird von den Hormonen Cortisol und Melatonin gesteuert. Morgens schüttet die Nebenniere viel Cortisol aus, damit man fit und leistungsfähig ist. Im Tagesverlauf sinkt die Cortisolkurve dann stetig ab, bis sie am Abend ihren niedrigsten Punkt erreicht. Am Abend wird dann das Hormon Melatonin ausgeschüttet, dass auch als Schlafhormon bezeichnet wird. Es sorgt dafür, dass man müde wird und entspannt ein- als auch durchschlafen kann. Cortisol und Melatonin sind also Gegenspieler und steuern so den Biorhythmus.

Durch eine Nebennierenschwäche wird diese Cortisolkurve verändert. Sie kann sich zum Beispiel umkehren. Dann schüttet die Nebenniere morgens wenig und abends viel Cortisol aus.

Die Folge: Man wird morgens nicht richtig wach und kommt abends nicht zur Ruhe.

Um die Nebennierenschwäche umzukehren, sollte also der Biorhythmus wiederhergestellt werden.

Diese Tipps helfen den Biorhythmus wieder zu normalisieren:

  • Morgens ans Tageslicht gehen
  • Unbedingt frühstücken
  • Blaues Licht (PC, Fernseher, Laptop, Handy) am Abend vermeiden
  • Die Räume Abends abdunkeln

Schritt 4: Die Entgiftung des Körpers unterstützen

In unserem Alltag lauern an vielen Enden und Ecken Stoffe, die den Körper belasten können.

Diese Stoffe werden im Normalfall über die Atmung, Lymphe, Nieren, Leber und Darm wieder ausgeschieden. Sind diese aber überlastet oder ist die Belastung der Stoffe zu hoch, löst das Stress aus. Dieser wiederum aktiviert die Nebennieren.

Um die Nebennieren zu entlasten ist es also notwendig:

1.       Die Belastung von (Gift-) Stoffen zu reduzieren

2.       Den Körper bei der Ausleitung zu unterstützen

Mit diesen Tipps kann man seinen Körper unterstützen:

  • Pestizide auf Obst und Gemüse meiden (am besten nur Bioqualität kaufen)
  • Naturkosmetik verwenden
  • Plastikflaschen und Verpackungen meiden
  • Bitterstoffe
  • Leberwickel 

Fazit: Um eine dauerhafte Regeneration der Nebenniere zu erzielen, ist es notwendig, die Ursachen der Nebennierenschwäche herauszufinden und diese anzugehen. In den meisten Fällen ist nicht nur eine Ursache, sondern die Kombination aus mehreren Faktoren für die Entstehung einer Nebennierenschwäche verantwortlich. Aus diesem Grund sollte bei der Umkehrung einer Nebennierenschwäche auch immer eine ganzheitliche Methode eingesetzt werden. 

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